Klimafacts - Thema "Hitze": Morbiditäts- und Mortalitätsraten steigen

Hitzeperioden haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit und Sterberaten

Wusstest du, dass die zunehmenden Hitzeperioden großen Einfluss auf die Gesundheit- und Sterberaten haben?

Der Klimawandel und die damit einhergehende steigende Hitzebelastung bedingen nicht nur für die Feuerwehr und andere Katastrophenschutzeinrichtungen eine enorme Belastung, sondern für alle Menschen auch erhebliche gesundheitliche Risiken. Besonders bei den älteren und vulnerablen Bevölkerungsgruppen führen die zunehmenden und länger anhaltenden sommerlichen Hitzeperioden zu erhöhten Morbiditäts- (Krankheitshäufigkeit) und Mortalitätsraten (Anzahl der Todesfälle). Dies hat die Hitzewelle des vorletzten Jahres (2022) auf eindringliche Art bestätigt. Wie ein Forscherteam im Fachmagazin »Nature Medicine« berichtet, sind bei dieser europaweit 61.672 Menschen hitzebedingt gestorben. Durch den weiteren Temperaturanstieg und den Trend der alternden Gesellschaft (2022 waren 8,6% bzw. 220 Tsd. Brandenburger*innen über 80 Jahre alt) werden die hitzebedingten Todesfälle weiter zunehmen.

Mit Zunahme von Hitzeperioden nimmt aber auch die Häufigkeit von chronischen Erkrankungen, Tropenkrankheiten und anderen Gesundheitsproblemen wie Herz-Kreislauf-Störungen zu, das Risiko für Frühgeburten steigt, ebenso wie die Zahl hitzebedingter Unfälle, ob am Arbeitsplatz, im Verkehr oder zu Hause.

Hitzeperioden stellen daher auch für die Gesundheits- und Sozialversorgungssysteme eine große Belastung dar. Die Aufenthalte in Arztpraxen und Krankenhäusern nehmen zu, Rettungsdienste werden mehr in Anspruch genommen und Pflegekräfte müssen häufiger zu ihren Patienten. Durch den zunehmenden Fachkräftemangel im Gesundheitssektor wird die Situation an heißen Tagen zusätzlich verschärft.

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Das Projekt „BrandenburgKlima“ wird gefördert durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.